Grobmotorik umfasst große Bewegungsabläufe wie Krabbeln, Sitzen, Stehen oder Laufen. Feinmotorik meint dagegen präzisere Bewegungen, etwa das gezielte Greifen mit den Fingern oder später das Halten eines Stifts.
Bei den U-Untersuchungen ist die Beobachtung von Grob- und Feinmotorik Teil der allgemeinen Entwicklungsdiagnostik. Laut kindergesundheit-info.de gibt es dabei keine starre Liste an Fähigkeiten, die zu einem festen Zeitpunkt erreicht sein müssen, denn Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell.
Die Praxis ordnet Beobachtungen zur Motorik immer im Gesamtbild ein, zusammen mit anderen Entwicklungsbereichen und deinen eigenen Beobachtungen aus dem Alltag. Eine fachliche Einschätzung einzelner Auffälligkeiten kann ausschließlich die untersuchende Praxis vornehmen. Grobmotorische und feinmotorische Fähigkeiten entwickeln sich oft nicht gleichmäßig, ein Kind kann in einem Bereich weiter sein als im anderen. Alltägliche Aktivitäten wie Malen, Klettern oder Anziehen bieten viele natürliche Gelegenheiten, beide Bereiche zu beobachten.
Verwandte Begriffe
Mehr Zusammenhang geben die Übersicht der U-Untersuchungen U1 bis J1 und der Ratgeber Kinderarzt finden. Alle Begriffe stehen im Glossar.
